„Make your presence felt“

Vor einigen Tagen habe ich an einer Tour von „Breaking the Silence“(1) in Hebron teilgenommen. Diese Organisation besteht aus ehemaligen israelischen Soldaten, die öffentlich über ihre Militärzeit in der Westbank berichten. Ihr Ziel ist es, die israelische Gesellschaft mit dem zu konfrontieren, was im Namen der Sicherheit durch das Militär in den palästinensischen Gebieten geschieht. Ihnen geht es nicht um Schuldzuweisung gegen Soldaten oder das Militär, aber sie wollen das System verändern, in dem tägliches Unrecht möglich ist. Manche von ihnen werden wegen dieser Tätigkeit von ihrem sozialen Umfeld ausgeschlossen, als  Verräter beschimpft oder gar anonym bedroht. „Make your presence felt“ weiterlesen

Hoffnung statt Resignation

Straße in der Altstadt Jerusalems ©EAPPI
Straße in der Altstadt Jerusalems ©EAPPI

Alltag – an manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass ich mich in den wenigen Wochen hier an das Leben gewöhnt habe. Ist das gut oder schlecht? Es ist gut, indem viele der Eindrücke nicht mehr so überwältigend erscheinen. Es wäre schlecht, wenn es mich blind machte für all das, was hier nebeneinander steht. Mein Hauptbestreben ist es, offen zu bleiben, mich nicht festzulegen in einer generellen Bewertung der einen oder anderen Seite. Dies scheint so leicht zu passieren in diesem Land. Für mich ist der offene Blick für alles hier überlebenswichtig. Hoffnung statt Resignation weiterlesen

Achiyas Weg zu Breaking the Silence

Teil 2 der Portraitreihe: Unter Besatzung – Palästinensische und israelische Alltagsstimmen

Achiya Schatz in Hebron
Achiya Schatz in Hebron

„Ich kann niemals Palästinenser sein. Aber ich kann ein Israeli sein, der aus seinen Erfahrungen lernt und darüber spricht. Auf diese Weise kann ich mich der Besatzung als Israeli widersetzen. Als Israeli, der sein Land liebt, der aber dazu beitragen möchte, dass der Wandel kommt!“
Achiya Schatz bezeichnet dies auch als „co-Widerstand“ und bedient sich dabei der Worte Issa Amros, Palästinenser und Gründer der Youth Against Settlements (YAS)-Organisation. Ein Besuch im YAS-Haus ist fester Bestandteil seiner Breaking the Silence-Tour in Hebron – nicht nur wegen des fantastischen Ausblicks über die Altstadt. Achiya Schatz kann nur als ehemaliger Soldat sprechen. Die Perspektive der Besetzten müssten die Palästinenser*innen selbst erzählen. Achiyas Weg zu Breaking the Silence weiterlesen

„Wir müssen stark bleiben, das ist unsere einzige Chance!“

Zerstörte Gebäude in Qusra
Zerstörte Gebäude in Qusra

Wir besuchen Abdul Hadim, den im Dorf hoch angesehenen Bürgermeister des Ortes Qusra, ca. 6.000 Einwohner. Wir sind jetzt das zweite Mal hier, heute aus aktuellem Anlass. Die Leidensgeschichte seines Ortes, umgeben von Siedlungen, die mit ihren roten Dächern herüberlugen, kennen wir schon. So gab es in den vergangenen vier Jahren 64 Attacken von Siedlern, 74 Bewohner sind im israelischen Gefängnis. Viele EAPPI‐Teams haben diese Geschichte fortlaufend dokumentiert. „Wir müssen stark bleiben, das ist unsere einzige Chance!“ weiterlesen

Erfolgreiche Filmtour „Within the Eye of the Storm“ – 16.-26. September

Das EAPPI Netzwerk organisierte vom 16. – 25. September 2013 eine Tour des Films „Within the Eye of the Storm“ in Deutschland. Die israelische Regisseurin Shelley Hermon und der palästinensische Protagonist Bassam Aramin waren anwesend. Ingesamt ca. 700 ZuschauerInnen sahen den Film und nahmen an intensiven Diskussionen teil. Erfolgreiche Filmtour „Within the Eye of the Storm“ – 16.-26. September weiterlesen

Jerusalem

Jerusalem, die wichtige Stadt der drei abrahamitischen Weltreligionen, ist ein Zankapfel in allen Friedensgesprächen. Sowohl Israel als auch die Palästinenser betrachten Jerusalem als ihre Hauptstadt. Der Westteil der Stadt ist mehrheitlich von jüdischen Israelis bewohnt; der von Israel annektierte Ostteil der Stadt wird mehrheitlich von PalästinenserInnen bewohnt, wobei die israelische Politik durch Bau von Siedlungen, Entziehung von Aufenthaltsgenehmigungen für PalästinenserInnen und den Bau der Mauer darauf abzielt, auch in Ostjerusalem eine jüdische Mehrheit herzustellen.

Zu den Aufgaben des Teams in Jerusalem gehören:

  • Zusammenarbeit mit und Unterstützung für israelische Friedensgruppen, z. B. Anwesenheit bei Hauszerstörungen gemeinsam mit dem Israe
    Mahnwache der Frauen in Schwarz gegen die israelische Besatzung
    Mahnwache der Frauen in Schwarz gegen die israelische Besatzung

    lischen Komitee gegen Hauszerstörungen oder Teilnahme an der Mahnwache der Frauen in Schwarz gegen die Besatzung

  • Kontakt zu palästinensischen christlichen Gemeinden, z. B. durch Anwesenheit in Gottesdiensten
  • Präsenzzeigen innerhalb der palästinensischen Umgebung, insbesondere an Checkpoints
  • Begleitung des Krankenhausbusses des palästinensischen Auguste-Victoria-Krankenhauses durch Checkpoints in der Umgebung