Gefällte Bäume – israelische Siedler machen Palästinensern das Leben schwer

Ein Bericht aus Betlehem

Von israelischen Siedlern gefällte Olivenbäume in dem palästinensischen Dorf Nahhalin
Von israelischen Siedlern gefällte Olivenbäume in dem palästinensischen Dorf Nahhalin

Als Rabah Fenoon, ein palästinensischer Bauer aus Nahhalin in der Nähe von Betlehem  am Dienstagmorgen zu seinem Olivenhain geht, steht er erschüttert vor achtzig frisch gefällten Bäumen. Auf einen Schlag ist das ein Verlust von ca. 25 000 NIS, umgerechnet 5 000 Euro, für den diesjährigen Ernteausfall. Der langfristige Schaden ist viel schwerwiegender. Gefällte Bäume – israelische Siedler machen Palästinensern das Leben schwer weiterlesen

Übergabe von mehr als 1800 Unterschriften für die Kennzeichnung von Produkten aus Siedlungen

Mehr als 1800 Unterschriften für die Kennzeichung von Siedlungsprodukten an das Auswärtige Amt übergeben

Mit der Übergabe von mehr als 1800 Unterschriften bekräftigen pax christi heute und das EAPPI-Netzwerk gegenüber dem Auswärtigen Amt die Forderung nach korrekter Kennzeichnung der Produkte aus völkerrechtswidrigen israelischen Siedlungen. Übergabe von mehr als 1800 Unterschriften für die Kennzeichnung von Produkten aus Siedlungen weiterlesen

South Hebron Hills

 EAs mit Beduinen in den South Hebron Hills (Foto: Bjoern Moback)
EAs mit Beduinen in den South Hebron Hills (Foto: Bjoern Moback)

Im Juli 2011 wurde in Yatta, ca. 20km südlich von Hebron, ein neues Placement eröffnet. Es soll den Bewohnern in der Region der South Hebron Hills, welche unter israelischer Kontrolle steht, Schutz bieten.

Die (Zelt-)Dörfer Susiya, Um al Kehr, Wadi Jhesch, Am Niyr, ASeefer stehen im Mittelpunkt unsere Arbeit. Sie sind vor allem von Hauszerstörungen und Siedlergewalt bedroht.

Das EAPPI-Team beobachtet auch den Metar Checkpoint, der täglich von ca. 1500-2000 Arbeitern genutzt wird. Außerdem begleiten die EAs Schulkinder durch den Beit Yatir Checkpoint.

Hebron

Hebron ist die einzige Stadt in der West Bank, in der israelische Siedlungen direkt im Stadtgebiet liegen. Deshalb wurde sie 1997 im Hebronprotokoll geteilt und das Gebiet in dem sich die Siedlungen befinden unter israelische Kontrolle gestellt. Das führt zu erheblichen Einschränkungen für die palästinensische Bevölkerung und zu täglichen Übergriffen auf Palästinenser, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Siedlungen leben.

Ökumenischer Begleiter in Hebron mit Kindern auf dem Weg zur Schule
Ökumenischer Begleiter in Hebron mit Kindern auf dem Weg zur Schule

Aufgaben des Teams sind deshalb vorrangig:

  •  Begleitung von SchülerInnen und Lehrerinnen der Cordobaschule, die sich direkt gegenüber einer Siedlung befindet
  • Präsenz in der Altstadt einschließlich Checkpointbeobachtung rund um die Abrahams-Moschee/ Machpela
  • enge Beziehung zu Familien in der Altstadt und in Tel Rumeida, wo sich israelische Siedlungen befinden
  • Kontakt zu internationalen und lokalen Organisationen zur Sicherstellung des Informationsflusses über Verhalten von israelischen Siedlern und Soldaten
  • Interaktion mit israelischen Soldaten an den Checkpoints

Yanoun

Blick auf Yanoun und die israelische Siedlung auf dem Hügel
Blick auf Yanoun und die israelische Siedlung auf dem Hügel (Foto: Jean Anderson)

Yanoun ist ein kleines Dorf mit ca. 100 EinwohnerInnen südöstlich von Nablus in der West Bank. Das Dorf liegt in der Nähe der israelischen Siedlung Itamar und wird überragt von Außenposten dieser Siedlung. Die Siedler von Itamar haben Yanoun und seine EinwohnerInnen in der Vergangenheit immer wieder belästigt und angegriffen.
Die Hauptaufgaben von EAPPI in Yanoun sind vor diesem Hintergrund:

  •  internationale Präsenz zeigen, um damit die Siedler von weiteren Angriffen abzuhalten
  • Beziehungen zu den Familien im Dorf aufbauen, mit Kindern spielen und z. B. bei Englischhausaufgaben helfen
  • die umliegenden Dörfer besuchen und anwesend  sein z. B. bei landwirtschaftlichen Arbeiten in der Nähe von Siedlungen, teilweise in Zusammenarbeit mit israelischen Friedensgruppen wie z. B. den Rabbinern für Menschenrechte
  • Checkpointbeobachtung in der Umgebung
  • Hilfe bei der Olivenernte

Die Hunde von Eli

Auf einem holprigen Feldweg fahren wir nach Khirbet Sarra, einer Ansammlung von Häusern die zwischen den Siedlungen Schilo und Eli liegt. Es ist der ungeheuerlichste Platz, den ich bisher gesehen habe. Die Siedlungen an sich sehen beinahe aus wie deutsche Neubausiedlungen: alle Häuser sind gleich – rote Dächer, kleine Gärten. Doch um die Siedlung herum ist kein Stacheldraht wie um die meisten anderen Siedlungen, denn rund um die Siedlung Eli werden Hunde gehalten. Die Hunde von Eli weiterlesen

Auf Leben und Tod — Die Jungs von Iraq Burin

Samstag ist Krieg in Iraq Burin. Seit mehr als einem halben Jahr kommt es jeden Samstag zu Auseinandersetzungen zwischen Siedlern, Soldaten und Palästinensern. Alles begann als Siedler von der nahe gelegenen Siedlung Bracha Bäume, auf zum Dorf gehörendem Land, pflanzten. Die Bewohner von Iraq Burin verteidigten ihren Grund und trieben die Siedler mit Steinen und Stöcken zurück. In der nächsten Woche kamen die Siedler in einer größeren Gruppe ins Dorf und griffen ebenfalls mit Steine an. Seitdem gibt es jeden Samstag um die Mittagszeit gewalttätige Zusammenstöße zwischen palästinensischen Jugendlichen und Siedlern. Auf Leben und Tod — Die Jungs von Iraq Burin weiterlesen

Burin – es ist unser Zuhause

Die Soufan Familie lebt in Burin, südlich von Nablus. Ihr Haus liegt auf dem Hang eines kleinen Hügels, in der Mitte eines Olivenhains, umgeben von wunderschönen Wiesenblumen. Ein friedvoller Ort, auf den ersten Blick, aber auf den umgebenden Hügeln erhebt sich Yitzhar, eine Siedlung. Um Ahmad, Mutter von neun Kindern, bereitet das Essen mit einigen ihrer Töchter vor, während die Jungs im Garten nach den Schafen sehen. Plötzlich entsteht Lärm: “Mustawtanin!” (Siedler), rufen die Männer. Jeder weiß was das bedeutet. Burin – es ist unser Zuhause weiterlesen

Umzingelt: Yanoun

Der Tag beginnt früh in Yanoun. Spätestens um 6 Uhr ist der Hahn, der einen neuen Tag ankündigt, nicht mehr zu überhören. Schon früh spielen Kinder auf der Straße oder warten auf den Schulbus. Während die meisten Männer gemächlich ihre Schafe durch den Ort treiben, backen die Frauen Brot und melken die Schafe. Hier und da sitzt jemand vor dem Haus und trinkt Tee oder Kaffee. Umzingelt: Yanoun weiterlesen