Checkpoints entlang der Trennbarriere – Teil 2

Ein ganz normaler Morgen am Checkpoint At Tayba

Wer zuerst kommt hat die besten Chancen auf Arbeit
Wer zuerst kommt hat die besten Chancen auf Arbeit *

Um 2:20 h aufstehen um zu frühstücken.
Um 2:50 h gehst du zum Taxi und fährst mit drei anderen Männern zum Checkpoint, den du um 3:20 h erreichst.
Morgengebet am Checkpoint.
Du reihst dich ein in eine der drei Schlangen am Checkpoint, setzt dich neben andere Arbeiter auf den Boden oder auf einen der mitgebrachten Eimer, denn du bist todmüde. Checkpoints entlang der Trennbarriere – Teil 2 weiterlesen

Checkpoints entlang der Trennbarriere – Teil 1

Agricultural Checkpoints – Getrennt von Feldern und Plantagen

Der Landwirtschafts-Checkpoint in Quaffin
Der Landwirtschafts-Checkpoint in Quaffin

Seit Ende April bin ich mit meinem kleinen Team von 3 EAs (Ecumenical Accompaniers) im Standort in Tulkarm. Es handelt sich überwiegend um ein sehr fruchtbares landwirtschaftliches Gebiet, in dem viele Bewohner vom Ackerbau leben. Da Tulkarm am Fuße des palästinensischen Berglandes liegt, treten hier viele Wasserquellen zu Tage. Viele der örtlichen Brunnen haben bereits vor der israelischen Staatsgründung existiert und deshalb ist das Wasserproblem in diesem Gebiet vergleichsweise klein. Checkpoints entlang der Trennbarriere – Teil 1 weiterlesen

Bethlehem

Die Mauer in Betlehem
Die Mauer in Bethlehem

Bethlehem liegt nur wenige Kilometer von Jerusalem entfernt, ist jedoch durch den Bau der Trennungsmauer von Jerusalem abgeriegelt. Dadurch haben seine EinwohnerInnen die Möglichkeit verloren, sich frei nach Jerusalem zu bewegen, z. B. um dort zu arbeiten. Die angespannte politische Situation der letzten Jahre und Zugangsbeschränkungen haben dazu geführt, dass weniger TouristInnen Bethlehem besuchen; damit ging eine Haupteinnahmequelle der Stadt und seiner BewohnerInnen verloren.

Zu den Aufgaben des Teams in Bethlehem gehören:

  • Checkpointbeobachtung, insbesondere morgens, wenn palästinensische Arbeiter nach Jerusalem fahren wollen
  • Begleitung von DorfbewohnerInnen und Unterstützung der umliegenden Dörfer bei Aktionen gegen Bäumeausreißen und Hauszerstörungen durch die israelische Armee in Kooperation mit lokalen Organisationen
  • Teilnahme an Gruppenangeboten für Jugendliche und Frauen des Arabic Educational Institute
  • Englisch-Konversationskurse im Aida Flüchtlingslager und im Dorf Battir
  • Kontakte zu lokalen Kirchengemeinden
  • Besuche bei Familien

Jayyous

Ökumenischer Begleiterin Jayyous an Übergang im israelischen "Zaun"
Ökumenischer Begleiter am Landwirtschafttor in Jayyous

Jayyous, ein Dorf mit ca. 3000 Einwohnern, die von der Landwirtschaft leben, findet durch den Verlauf des Grenzzauns rund 75 % seiner Ackerflächen hinter dem Zaun. Die Bauern können diese nur mit Passierscheinen erreichen. Dazu müssen sie durch Landwirtschaftstore, die dreimal täglich geöffnet werden.

Aufgaben des Teams sind:

  • Beobachtung der Landwirtschaftstore in Jayyous und dem Nachbarort Falamya und Dokumentation der tatsächlichen Öffnungs- und Schließzeite
  • Ünterstützung der Dorfbewohner bei landwirtschaftlichen Tätigkeiten
  • Kontakt mit verschiedenen Organisationen z.B. wegen Passierscheinen, Landraub und Festnahmen durch das israelische Militär