Hebron

Hebron ist die einzige Stadt in der West Bank, in der israelische Siedlungen direkt im Stadtgebiet liegen. Deshalb wurde sie 1997 im Hebronprotokoll geteilt und das Gebiet in dem sich die Siedlungen befinden unter israelische Kontrolle gestellt. Das führt zu erheblichen Einschränkungen für die palästinensische Bevölkerung und zu täglichen Übergriffen auf Palästinenser, die in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Siedlungen leben.

Ökumenischer Begleiter in Hebron mit Kindern auf dem Weg zur Schule
Ökumenischer Begleiter in Hebron mit Kindern auf dem Weg zur Schule

Aufgaben des Teams sind deshalb vorrangig:

  •  Begleitung von SchülerInnen und Lehrerinnen der Cordobaschule, die sich direkt gegenüber einer Siedlung befindet
  • Präsenz in der Altstadt einschließlich Checkpointbeobachtung rund um die Abrahams-Moschee/ Machpela
  • enge Beziehung zu Familien in der Altstadt und in Tel Rumeida, wo sich israelische Siedlungen befinden
  • Kontakt zu internationalen und lokalen Organisationen zur Sicherstellung des Informationsflusses über Verhalten von israelischen Siedlern und Soldaten
  • Interaktion mit israelischen Soldaten an den Checkpoints

Yanoun

Blick auf Yanoun und die israelische Siedlung auf dem Hügel
Blick auf Yanoun und die israelische Siedlung auf dem Hügel (Foto: Jean Anderson)

Yanoun ist ein kleines Dorf mit ca. 100 EinwohnerInnen südöstlich von Nablus in der West Bank. Das Dorf liegt in der Nähe der israelischen Siedlung Itamar und wird überragt von Außenposten dieser Siedlung. Die Siedler von Itamar haben Yanoun und seine EinwohnerInnen in der Vergangenheit immer wieder belästigt und angegriffen.
Die Hauptaufgaben von EAPPI in Yanoun sind vor diesem Hintergrund:

  •  internationale Präsenz zeigen, um damit die Siedler von weiteren Angriffen abzuhalten
  • Beziehungen zu den Familien im Dorf aufbauen, mit Kindern spielen und z. B. bei Englischhausaufgaben helfen
  • die umliegenden Dörfer besuchen und anwesend  sein z. B. bei landwirtschaftlichen Arbeiten in der Nähe von Siedlungen, teilweise in Zusammenarbeit mit israelischen Friedensgruppen wie z. B. den Rabbinern für Menschenrechte
  • Checkpointbeobachtung in der Umgebung
  • Hilfe bei der Olivenernte