Sonnenlicht

Mahnwache vor dem Eingang des ICRC in Tulkarem (Photo: EAPPI)
Mahnwache vor dem Eingang des ICRC in Tulkarem (Photo: EAPPI)

Das erste Mal treffe ich Abu Ashraf vor dem Büro des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (ICRC) in Tulkarem. Jeden Dienstag findet dort eine kleine Mahnwache statt. Angehörige von palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen zeigen dabei ihren Unmut über die Bedingungen in den Haftanstalten und die zahlreichen Restriktionen im Hinblick auf Besuche von Angehörigen in Gefängnissen. Sonnenlicht weiterlesen

Die Stadt der trauernden Mütter

Salaam, Mutter von Aala (26), Amir (21) und Ahmed (15). Alle drei saßen oder sitzen in israelischen Gefängnissen. (Photo: EAPPI)
Salaam, Mutter von Aala (26), Amir (21) und Ahmed (15). Alle drei saßen oder sitzen in israelischen Gefängnissen. (Photo: EAPPI)

Azzun ist ein kleiner Ort mit ungefähr 8.000 Einwohnern in der Nähe von Qalqiliya. Die Stadt liegt in unmittelbarer Nähe zur israelischen Sperranlage und zu mehreren, nach internationalem Recht illegalen israelischen Siedlungen. Unser Kontakt vor Ort, Hassan, der in der Stadtverwaltung von Azzun arbeitet und für minderjährige Gefangene zuständig ist, erzählt uns, dass seine Stadt die höchste Zahl von palästinensischen Kindern in israelischen Gefängnissen aufweist, Ost-Jerusalem ausgenommen. Die Stadt der trauernden Mütter weiterlesen

EAPPI-Ausstellung „Kinder in israelischer Militärhaft“ bis 18.12. in Berlin zu sehen

Kinderverhaftung in Hebron
Kinderverhaftung in Hebron

Mit einem Vortrag von Dr. Andreas Grüneisen, Mitglied des EAPPI-Netzwerk und ehemaliger EAPPI-Freiwilliger in Bethlehem, wurde die Ausstellung „Kinder in israelischer Militärhaft“ am vergangenen Freitag eröffnet. Sie kann bis zum 18.12. im Ökumenischen Zentrum, Wilmersdorfer  Straße 163, besucht werden.

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Ismail und das Al-Arroub Refugee Camp

Teil 3 der Portraitreihe: Unter Besatzung – Palästinensische und israelische Alltagsstimmen

Ismail aus Al-Arroub
Ismail aus Al-Arroub

„Ich erkläre meinen Namen immer so: ‚Smile‘ und dann noch ein ‚I‘ davorgesetzt“. Und tatsächlich: Der Name ist Programm! Ich habe selten jemanden so herzlich lächeln und lachen gesehen. Und dabei kennt er uns kaum. Und hat schon so viel schlimmes erlebt! Ismail ist 23 Jahre alt und studiert normalerweise Krankenpflege in Ramallah. Gerade sind jedoch Ferien, so dass er im Moment wieder bei seiner Familie in Al-Arroub lebt. Er hat vier Brüder und vier Schwestern, von denen schon zwei verheiratet sind und mit ihren Ehemännern leben. Ismail führt uns heute durch das Al-Arroub Flüchtlingslager, das nach der Nakba, den Flüchtlingsströmen in 1947/48, entstanden ist. Ismail und das Al-Arroub Refugee Camp weiterlesen

Atef und Saleh in Salem

Zwei junge Palästinenser vor dem israelischen Militärgericht

Militärgerichtshof Salem nördlich von Jenin am 21. April 2013 um acht Uhr morgens: Vor einem Gebäudekomplex, der wie eine Festung abgesichert ist und bei dessen Anblick der Betrachter eher an ein Gefängnis als an ein Gerichtsgebäude denkt, warten etwa hundert Menschen auf Einlass. Ein Teil von ihnen hofft auf eine neue, mit einem Chip versehene Arbeitserlaubnis für Israel, die anderen hoffen auf ein günstiges Schicksal für ihren Sohn, ihren Bruder, ihren Verlobten. Atef und Saleh in Salem weiterlesen