EAPPI-Publikationen

Broschüre: Hoffnung und Widerstand

Erfahrungen und Berichte aus dem Ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI)

Broschuere_emwIm Juni 2017 jährt sich die israelische Besetzung der palästinensischen Gebiete zum 50.Mal. Weder ziviler und gewaltfreier Widerstand, noch gewalttätige Auseinandersetzungen oder diplomatische Verhandlungen haben die Region einer gerechten Friedenslösung näher gebracht.

Die persönlichen Begegnungen der Menschen beider Seiten sind rar geworden. Behindert oder gar verhindert werden sie durch administrative Einschränkungen und physische Barrieren auf der einen Seite und durch die Furcht vor einer den Besatzungszustand legitimierenden Normalisierung auf der anderen Seite.

In diese scheinbar aussichtslose Situation hinein begeben sich die Teilnehmenden des Ökumenischen Begleitprogramms in Palästina und Israel (EAPPI). Das Programm wurde vom Ökumenischen Rat der Kirchen initiiert. Es wird von Partner-Organisationen weltweit mitgetragen, in Deutschland u.a. vom Evangelischen Missionswerk in Deutschland.

Auf Einladung der Kirchen vor Ort will EAPPI alle Menschen in der Region begleiten, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzen. Die in diesem Band vorliegenden Berichte der Ökumenischen Begleitpersonen und ihrer Partner in Palästina und Israel zeugen trotz aller Widrigkeiten von Standhaftigkeit und der Hoffnung auf Veränderung.

Die Broschüre kann für 3 Euro beim Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW) bestellt werden.


Broschüre: Kommt und seht

Broschüre Kommt und seht

Das „Ökumenische Begleitprogramm (EAPPI)“ setzt sich für Frieden und Gerechtigkeit in  Palästina und Israel ein. Der große Erfolg ist den Unterstützenden aus vielen Ländern bisher versagt geblieben. Trotzdem wird das Engagement gelobt: „Sie sind da gewesen. Haben zugehört, begleitet, unterstützt, geschrieben, gelebt“, sagen Betroffene. Palästinensische Christinnen und Christen haben eingeladen: „Kommt und seht“ und Männer und Frauen aus vielen Ländern folgen der Einladung.

Berichte von Teilnehmenden des ökumenischen Programms, das vom Ökumenischen Rat der Kirchen, dem EMW und anderen unterstützt wird, fanden in diesem Band Aufnahme, ebenso wie Texte von Bürgerinnen und Bürgern dieser Region. Sie möchten den Gästen ihr Land zeigen und das, was sie haben, mit ihnen teilen. Einig sind sich alle Autorinnen und Autoren darin, dass ein friedliches Zusammenleben aller ethnischer und religiöser Gruppen im Heiligen Land möglich ist.

Die Publikation kann für 3 Euro bestellt werden beim Evangelischen Missionswerk in Deutschland


Buch: Hoffen auf das Wunder. Meine Begegnungen mit Palästinensern, Israelis und Deutschen

Der Autor Ekkehart Drost hat als Freiwilliger der Organisation EAPPI in mehrmonatigen Aufenthalten im Westjordanland zwischen Herbst 2011 und Frühjahr 2013 das Leben der Menschen in Palästina kennen gelernt. Er hat ihren Lebensmut, ihre Freundlichkeit und ihre Friedfertigkeit, die Liebe zu ihrem Land und die Hoffnung auf eine Zukunft in ihrer Heimat Palästina erlebt.cover-drost-hoffen-auf-das-wunder

Die Darstellung ihres Alltags unter der israelischen Besatzung steht im Mittelpunkt des ersten Teils. Er berichtet hier von vielen Begegnungen und Gesprächen mit Besatzern und Besetzten, erläutert an Beispielen das bürokratische System der Berechtigungsscheine, das Hannah Barag von der israelischen NGO MachsomWatch als „die neue Waffe Israels“ bezeichnet.

Der Autor geht den Gründen nach, aus denen heraus palästinensische Jugendliche Steine werfen. Er hat die zahlreichen Verhaftungen von Jugendlichen im Frühjahr 2013 miterlebt und schildert seine Eindrücke als internationaler Beobachter vor dem Militärgericht Salem bei Jenin. Das Leben der Beduinen am unteren Ende der sozialen Hierarchie, die permanente Bedrohung durch Gewalt bereite Siedler, die ihre Verbrechen im Schutz der Armee begehen, die Situation in den Flüchtlingslagern Jenin und Balata bei Nablus sowie die Lage der palästinensischen Israelis sind weitere Stationen der Reise, auf die der Autor seine Leser mitnimmt.

Bei zahlreichen Vorträgen vor einer vielfältigen Zuhörerschaft ist er Menschen in Vereinen und Organisationen begegnet, die sich in unterschiedlicher Weise für die Rechte der Palästinenser engagieren. Dazu gehören der Deutsch-Palästinensische Frauenverein, die FrauenWegeNahost, die Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe München, die Cafés Palestine und viele andere Palästina-Initiativen.

Diese Menschen kommen im zweiten Teil des Buches zu Wort. Der Autor will sie ermutigen, den beschwerlichen Weg weiter zu gehen und dadurch mit dazu beizutragen, dass das Wunder eines Tages Wirklichkeit wird, die israelische Besatzung ein Ende nimmt und die Menschen in Palästina und Israel in Würde leben können.

Er skizziert die Diskussion um die Ein-Staat- oder Zwei-Staaten-Lösung anhand der wichtigsten Protagonisten wie Jeff Halper, Sari Nusseibeh, Gershom Gorenberg und Uri Avnery und begründet am Schluss, warum er zusammen mit anderen Menschen aus der Palästina-Solidarität auf „das Wunder“ hofft.

Ekkehart Drost: Hoffen auf das Wunder. Meine Begegnungen mit Palästinensern, Israelis und Deutschen. Beiträge zur Internationalen Politik, Bd. 4. Taschenbuch, 250 Seiten, Gabriele-Schäfer-Verlag, 2013, ISBN 978-3944487069, 21 Euro.


Buch: In Jayyous wachsen Bäume auch auf Felsen. Friedensdienst in einem palästinensischen Dorf

Buchcover - Jayyous

Als das „Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel“ (EAPPI) des Weltkirchenrates in Genf im Jahre 2002 begann, war das palästinensische Dorf Jayyous im Nordwesten des Westjordanlandes mit seinen damals 3000 Einwohnern eine der ersten Ortschaften, in denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von EAPPI ihre Arbeit aufnahmen. Ihre Aufgabe war es, Menschen in einer Situationen zu begleiten, die durch den Bau der israelischen Sperranlage täglich bedrückender wurde. Diese Sperranlage wurde nicht – wie es zu erwarten gewesen wäre – auf der Waffenstillstandslinie von 1949 (der „Green Line“) geplant und gebaut, sondern bis weit hinein in palästinensisches Gebiet. Viele Ortschaften wurden so von ihren Feldern und Obstplantagen westlich dieser Anlage abgetrennt. In Jayyous waren es mehr als 70 Prozent des nutzbaren Landes, das für die meisten Benutzer nur schwer zugänglich und für viele gänzlich unerreichbar blieb.
Das Bauerndorf Jayyous wurde daher zwischen den Jahren 2003 und 2007 zum Zentrum des gewaltfreien Widerstandes gegen den Bau der Sperranlage.

Die Autoren Rudolf Hinz und Ekkehart Drost haben als Freiwillige mehrere Monate in Jayyous gearbeitet und den Ort wiederholt besucht. Sie wurden dabei Zeugen einer Entwicklung, die immer tiefer in die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit geführt hat. Sie erlebten aber auch, mit welchem Mut und welcher Ausdauer sich Frauen und Männer dieser Entwicklung entgegen gestellt haben und sich auch durch immer neue Maßnahmen der israelischen Militärverwaltung des besetzten Westjordanlandes nicht davon abbringen ließen, auf dem Recht auf ihr Land zu bestehen.

Dieses Buch will die Geschichte der fortschreitenden Landnahme und Besetzung seit der Staatsgründung Israels 1948 und dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 nachzeichnen und dabei vor allem die Menschen in Jayyous zu Worte kommen lassen. Darum sind ausführliche Zitate aus schriftlichen Aufzeichnungen von Einwohnern aus Jayyous ein wichtiger Bestandteil dieses Buches; es sind Texte, die die palästinensische Perspektive aufzeigen. Der Ort Jayyous steht hier stellvertretend für viele palästinensische Gemeinden, die im Laufe der nunmehr 45-jährigen Besatzung des Westjordanlandes immer weiter in ihren Rechten beschnitten und in ihren Lebensmöglichkeiten beschränkt wurden.

Taschenbuch: 180 Seiten, 70 farbige Fotos, Gabriele-Schäfer-Verlag, 2012, ISBN:978-3933337955, 25 Euro


Buch: Betlehem zwischen Weihrauch und Stacheldraht

kadelbachUlrich Kadelbach, Jg. 1938, veröffentlicht ein Buch über seinen Einsatz als Beobachter am Grenzübergang zwischen Bethlehem und Jerusalem. Pfarrer Ulrich Kadelbach war im Jahr 2010 für 3 Monate als Beobachter für das Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel im Einsatz. Zusammen mit anderen sollte er den großen Grenzübergang zwischen Bethlehem und Jerusalem früh morgens besuchen, die durchgeschleusten Menschen zählen, in schwierigen Fällen helfen, israelische Hilfsorganisationen kontaktieren sowie harte Fälle und Menschenrechtsverletzungen den entsprechenden Stellen melden.

Ulrich Kadelbach berichtet über das Leben und Leiden der Palästinenser in der Region Bethlehem. Er hat mit den Menschen Kontakt aufgenommen, besucht sie in ihren Dörfern und Häusern, lässt sich berichten und gibt nicht nur das Leid wieder, sondern auch die Hoffnung. Er berichtet ergreifend von Menschen, die geprüft und erschüttert der israelischen Besatzung stand halten und gegen Hass und Verzweiflung ankämpfen. Menschen, die ihre Heimat lieben und ein Recht auf menschenwürdige Existenz haben. In das Buch sind mehrere historische Rückblicke eingeflochten, die ein erhellendes Hintergrundwissen über die Wurzeln der nahöstlichen Besiedelung und Missionierung liefern.

„Ich hoffe, dass dieses Buch zu einer neuen sachlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Israel-Palästina führt.“ Mitri Raheb.

Ulrich Kadelbach, Bethlehem zwischen Weihrauch und Tränengas

Mit einem Vorwort von Mitri Raheb, 204 Seiten, ISBN 978-3-87336-394-6 Euro 16,80 (D), 17,40 (A)


Bilderbuch: Der Junge und die Mauerjunge-und-mauer

Bildgeschichte, die in einem der drei Flüchtlingslager in Bethlehem, dem Ayda-Camp, entstand. Kinder, die hier auf engstem Raum zusammengepfercht und ohne jede Lebensperspektive heranwachsen, erzählen in einer von ihnen bebilderten Geschichte von ihren Leiden, Sehnsüchten und Hoffnungen. Sie ersinnen verschiedene Möglichkeiten, „den Leuten auf der anderen Seite der Mauer mitzuteilen, dass wir noch da sind“.

Der Junge und die Mauer. Herausgegeben von Marduk Buscher und Martin Rambow (Übersetzung für die arabisch-deutsche Ausgabe Ghasub Nasser / Martin Rambow), Verlag Media Tec GmbH Baden-Baden, 28 Seiten, 21×30 cm, 1. Auflage 2010, Verkaufspreis 5 Euro, ISBN 978-3-931387-31-0