Gemeinsam für Gerechtigkeit und Frieden

Die im Bericht erwähnten Dörfer liegen ganz im Süden der Westbank; Karte © UNOCHA-OPT

„Wo liegt denn Masafer Yatta?“, werde ich von einer Kollegin aus Düsseldorf gefragt. Wäre ich nicht im Rahmen des Begleitprogramms des Ökumenischen Rats der Kirchen Ende Januar nach Yatta gekommen, hätte ich genauso fragen müssen. Auch wenn heute kaum ein Tourist in diese Gegend kommt, so muss Masafer Yatta doch auch früher schon eine Region gewesen sein, in der viele Menschen unterwegs waren. Die Namen biblischer Orte, archäologische Ausgrabungen und Überbleibsel religiöser Stätten weisen darauf hin. In der hügeligen Halbwüste mit tiefen Tälern weiden auch heute noch Schäfer ihre Schafe und Ziegen fast wie in alten Zeiten, wächst auf kargen Feldern Hafer und Weizen, leben Menschen in einfachen Häusern und Höhlen. Eine atemberaubende Landschaft.

Aber es leben nicht nur palästinensische Hirten und Bauern in diesem Teil des Westjordanlandes. Nach der israelischen Besetzung (1967) wurden an diesen biblischen Orten nahe der Südgrenze Palästinas zahlreiche israelische Siedlungen errichtet. Sie sind auf gut ausgebauten Straßen schnell zu erreichen und auch von Jerusalem nur gut eine Stunde entfernt für Israelis, die die Kontrollpunkte und Tunnel ungehindert durchfahren können. Die Siedlungen sind an das israelische Wassernetz angeschlossen, das mit Wasser vom See Genezareth und von Tiefbrunnen im Jordantal gespeist wird.

Haj Sulejman al Hathalin – ein Leben für den gewaltfreien Widerstand

Nachbarn und doch zwei Welten: Umm al Kheir und die Siedlung Carmel; Foto ©WCC-EAPPI

Carmel ist eine solche Siedlung. Auf dem Berghügel erhebt sich ein hoher Wasserturm, umgeben von ziegelgedeckten zweigeschossigen Häusern und einigen Containerwohnungen. In der Nähe große Viehställe für Kühe, Schafe und Geflügel, deren Dächer teilweise großflächig mit Solarzellen bedeckt sind. Direkt daneben liegt das palästinensische Dorf Umm al Kheir mit ganz einfachen eingeschossigen Häusern und einem großen Gemeinschaftszelt. Ich traue meinen Augen nicht und fasse an einen verrosteten Maschendrahtzaun: Beide Gemeinden trennt nur ein drei Meter hoher Zaun, der oben mit Stacheldraht verstärkt ist. Mir kommen die Bilder der Trennbarriere in den Sinn, die in städtischen Räumen wie Bethlehem oder Jerusalem aus einer bis zu 8 Meter hohen Mauer besteht und der Sicherheit dienen soll. Hier scheint dieses Argument ad absurdum geführt zu werden.

Haj Sulejman vor der Siedlung Carmel; Foto © Margaret Olin https://touchingphotographs.com

Eid Sulejmans Stimme ist ruhig und leise, als er uns vom Tod seines Vaters Sulejman al-Hathalin in Umm al Kheir erzählt. Er war eine weit über die Region hinaus bekannte Stimme des gewaltfreien Protests gegen die Siedlungspolitik in den South Hebron Hills und ging zu allen Demonstrationen. Am 5. Januar dieses Jahres ist seine Stimme plötzlich verstummt: Der 75-Jährige forderte an diesem Tag die Herausgabe von drei palästinensischen Autos, die die Polizei wegen Fahruntauglichkeit beschlagnahmt hatte, so erzählt es uns Eid. Für viele Palästinenser sind das die einzigen Fahrzeuge, die sie sich überhaupt leisten können. Während seines Protests wurde er von einem Lastwagen überfahren[1]. Eid Sulejman ist noch immer fassungslos: „Die Polizei stand daneben, fuhr aber mit dem Lastwagen davon, ohne Hilfe zu leisten. Mein Vater hätte in einer Minute in die Klinik der Siedlung Carmel eingeliefert werden können, aber kein Krankenwagen kam zur Unfallstelle. Mit einem Privatwagen wurde mein Vater schwerverletzt in ein Krankenhaus nach Hebron gefahren, wo er nach einer Woche verstarb.“

Beerdigung von Haj Sulejman; Foto © Margaret Olin https://touchingphotographs.com

An seiner Beisetzung nahmen Tausende Palästinenser:innen teil, auch Politiker aus Ramallah. „Er war ein großer Anführer des gewaltfreien Widerstands gegen die Besatzungspolitik“, sagt Eid, als wir uns verabschieden.

Ich unterhalte mich mit Margaret Olin, einer US-amerikanischen Fotoreporterin jüdischen Glaubens, die seit mehreren Jahren das Heilige Land besucht. Ungeplant ist sie Zeugin der Trauerfeier geworden und hat den Familienangehörigen ihr Beileid ausgedrückt. „Darf ich Ihre Fotos für einen Bericht verwenden?“ frage ich sie. „Gerne! Ich möchte, dass meine Fotos und die Texte meines Kollegen David Shulman[2] über Haj Sulejman weit verbreitet werden.“ Und fügt hinzu: „Das Land der Verheißung ist ein Land, in dem Frieden und Gerechtigkeit herrschen. Die Verdrängung der Palästinenser von ihrem Land ist mit dem jüdischen Glauben nicht vereinbar.“

Zerstörte Häuser wieder aufbauen – ein Akt des gewaltfreien Widerstands

Jabar al Dababse: „Mein Haus wurde vier Mal zerstört. Wir bauen es auch ein fünftes Mal wieder auf!“ Foto © WCC-EAPPI

Hoch oben im Nachbardorf Khallet Athaba stehen wir vor einem Trümmerhaufen. Im September 2021 hat die Armee Jabar al Dababses Haus bereits zum vierten Mal zerstört. „Und ich werde es wieder aufbauen“, sagte er fest entschlossen.

In Zone C der Westbank, die unter vollständiger israelischer Kontrolle steht, haben Palästinenser: innen so gut wie keine Möglichkeit, auf ihrem eigenen Grund und Boden legal zu bauen. Im Zeitraum 2019-2020 wurden von den israelischen Behörden lediglich 265 palästinensische Wohneinheiten genehmigt, gegenüber 16.098 Wohneinheiten in Siedlungen.[3] Wegzuziehen ist für die meisten dennoch keine Option.

Im Herbst hat er hier junge Olivenbäume gepflanzt und um sie einen Zaun gezogen. „Sonst wird gesagt, dass ich mein Land „nicht bewirtschafte“ und dann wird es nach israelischem Recht Eigentum des Staates.

Am nächsten Morgen erhalten wir einen Anruf von Jabar al Dababse, wir sollten schnell kommen und werden Zeugen der Zerstörung von Zisternen, dem Lebenselixier in der Halbwüste: In einem Konvoi aus drei Fahrzeugen der israelischen Zivilverwaltung und drei Armeefahrzeugen mit jeweils vier Insassen fährt ein großer Bagger die Dorfstraße hinab. Der Bagger, hebt mit seiner Schaufel den Deckel einer Zisterne ab und füllt diese mit Erde und Steinen. Nach fünf Minuten ist die Arbeit beendet und der Konvoi fährt weiter. Die Soldaten sichern die Straße und lassen sich auf keine Diskussion mit den protestierenden Palästinensern ein. In Masafer Yatta kehrt keine Ruhe ein.

Zerstörung einer Zisterne in Khallet Athaba; Foto © WCC-EAPPI

Der Schäfer Haj Ali Jabareen wohnt in einem Gehöft etwas außerhalb des Dorfes Mantiqat Shi´b al Butum. Er bittet uns, die Nacht in seinem Haus zu verbringen. Wiederholt sind Siedler der Siedlung Haved Ma´on mitten in der Nacht in sein Dorf gekommen und haben die Bewohner:innen in Unruhe versetzt. Haj Ali fühlt sich ihnen fast schutzlos ausgesetzt. „Betet ihr auch zu Gott?“ fragt er uns, als wir ihn am nächsten Tag beim Schafe hüten begleiten. „Ich bete zu ihm fünf Mal am Tag. Während des Ramadan im April fahre ich auf den Tempelberg nach Jerusalem, um in der al-Aqsa-Moschee zu beten. Vielleicht mache ich im Herbst eine Pilgerfahrt nach Mekka.“ Er richtet Blick und Hände zum Himmel: „Gott gibt mir Kraft, jeden Tag. Ohne die Hilfe Gottes kann ich nicht leben.“[4]

Eine Woche darauf erreicht uns ein Anruf um neun Uhr morgens. Ein Militärkonvoi mit einem großen und kleinen Bagger fährt die Straße entlang. Eine Viertelstunde später ist klar: Ziel des Konvois ist Mantiqat Shi´b Al Butum, das Dorf, wo wir eine Woche zuvor übernachtet haben. Wir erreichen den Ort, nachdem bereits zwei einfache eingeschossige Wohnhäuser zerstört sind. Ein Haus, das mit einer großen Zeltplane bedeckt ist, ist in wenigen Minuten ein Trümmerhaufen. Ein Nachbarhaus ist bereits von Soldaten umstellt und fünf Mitarbeiter der israelischen Bezirksverwaltung legen das gesamte Inventar eines älteren Ehepaars auf einen Haufen. Die Planierraupe sucht sich einen Weg zwischen den neu gepflanzten Olivenbäumen und schiebt die zu Wänden aufgerichteten Felsbrocken mühelos zur Seite. Dach und übrige Wände werden weggeschoben. Schweigend packt das Ehepaar mit einigen Helfern Decken und weitere Habseligkeiten in ein Auto, damit sie vor Regen geschützt sind. Ich drücke der Familie mein Beileid aus. Wegziehen jedoch, das kommt für sie auf keinen Fall in Frage.

Zivilverwaltung und Armee räumen Khaled Jabarins Haus vor der Zerstörung; Foto © WCC-EAPPI

Währenddessen habe ich bereits einen Anruf verpasst. „Wo bleibst du?“, werde ich gefragt. „Der Konvoi ist bereits auf dem Weg zum nächsten Dorf!“ Wir fahren nach As Seefer[5], das eingeschlossen liegt in der sogenannten „seam zone“, einer „Rand-Zone“ zwischen der Grünen Linie (der Waffenstillstandslinie von 1949, die Israel und Westbank offiziell trennt) und der Trennbarriere, die hier – wie vielerorts – weit innerhalb der Westbank verläuft. Der Zugang zu diesem Dorf ist Palästinenser:innen nicht oder nur mit Sondererlaubnis gestattet, aber Ausländer:innen haben freien Zugang. Wir erreichen das Dorf und warten wie die umstehenden Bewohner:innen, welches Haus nun abgerissen wird. Ein kleiner Bagger kommt angefahren und zerstört das Wohnhaus von Khalil Abu Qbeta –  sein kleiner metallgedeckter Schafstall ist in fünf Minuten durch die Planierraupe dem Erdboden gleich. Anschließend fährt sie auf einen größeren Schafstall zu. In diesem Augenblick kommen auch die Schafe von der Weide angerannt und werden von Soldaten und Mitarbeitern der Zivilverwaltung nur mühsam zurückgehalten.

“Wie sollen meine Schafe und Lämmer bei Regen und Kälte überleben?“ fragt sich Mahmoud Khalil Abu Qbeta im Dorf As Seefer nach der Zerstörung seines Schafstalls. Foto © WCC-EAPPI

Die Planierraupe hat Mühe, über den noch weichen Untergrund den Stall zu erreichen und wird schließlich von dem kleinen Bagger unterstützt. Nach zehn Minuten liegt auch dieser Stall in Trümmern. „Ich habe diesen Stall vor 20 Jahren gebaut“, sagt mir Mahmoud Khalid Abu Qbeta. Sein Verwandter Khalil Abu Qbeta sagt mir: „Mein Großvater hat das Haus vor 75 Jahren gebaut.“ Auch die Qbetas werden einen Weg finden, aus den Trümmern etwas Neues entstehen zu lassen.

Ich wende mich an eine junge Soldatin: „Warum wurden diese Schafställe und das Wohnhaus zerstört?“ Noch ehe sie antworten kann, kommt ihre Kollegin hinzu und sagt ihr: „Don´t answer!“ Ein weiterer Soldat antwortet: „I don´t speak English!“

„Das Judentum darf nicht mit der israelischen Besatzungspolitik in Palästina gleichgesetzt werden“

Unter den Umstehenden sehe ich auch ein Mitglied der Gruppe Ta´ayush – Arab-Jewish Partnership.[6]  Als Israeli konnte er den Checkpoint nach As Seefer problemlos passieren und das Geschehen wie wir aus der Nähe beobachten. Mitglieder von Ta‘ayush habe ich inzwischen mehrfach getroffen. Samstags treffen sie sich im Dorf At Tuwani, ebenfalls südlich von Hebron gelegen, und überlegen sich vor Ort, wo sie am besten schützende Präsenz zeigen können. Bei der Begleitung eines Schäfers in Zanuta berichtet mir ein Mitglied, dass seine Familie in den 80er Jahren ihre Heimatstadt Riga (Lettland) verlassen hat, da sie wegen ihres jüdischen Glaubens immer wieder antisemitischen Angriffen ausgesetzt waren. Wie fast alle jungen Männer und Frauen ging er in Israel zur Armee, nahm 2006 am Libanon-Krieg teil und erhielt anschließend einen Einsatzbefehl in den palästinensischen Gebieten. Er verweigerte diesen zweimal und kam zweimal ins Gefängnis. „Einen dritten Einsatzbefehl habe ich nicht mehr erhalten“, ergänzt er. „Warum haben Sie den Militärdienst verweigert?“ frage ich vorsichtig. „Ich bin Mathematiker und lehre an der Hebrew University in Jerusalem. Als Mathematiker weiß ich, was Gleichungen sind. Das Judentum ist eine Religion, die auf Gerechtigkeit und friedlichem Zusammenleben der Menschen unterschiedlichen Glaubens beruht. Das Judentum darf nicht mit der israelischen Besatzungspolitik in Palästina gleichgesetzt werden.“ Er fügt hinzu: „Null ist nicht gleich eins.“

­­­Starke Frauen

Entspannt sitzen wir in der Sonne vor dem Haus der jungen Halimi im Dorf Susiya. Der Frauentag steht vor der Tür und wir fragen sie nach einer Geschichte über mutige Frauen. Sie zögert mit einer Antwort und erzählt dann aber mit einem Lächeln: „Vor einiger Zeit kam ein Soldat in unser Dorf und hielt sein Gewehr auf einen Dorfbewohner. Ich stellte mich dazwischen und sagte ´Wenn du einen von uns töten willst, dann hast du jetzt die Wahl, mich oder Nasser.´ Der Soldat war derart perplex, dass er sein Gewehr weglegte.“ Erzählungen zufolge hängt ihr Foto auf der Polizeistation der Siedlung Kiryat Arba in Hebron mit der Bildunterschrift „The noisy woman.“

In der Ferne sehen wir eine Schafherde einen Abhang hinabrennen, ohne dass die junge Schäferin sie aufhalten kann. Wir kommen ihr entgegen und treiben die Schafe wieder den Hang hinauf. Auf der Straße stehen vier Soldaten und der Einsatzleiter der Siedlung Susya, die die Schafe verjagt haben. Ein Soldat hält sein Gewehr im Anschlag. „Das Land, auf dem meine Schafe weiden, ist mir gerichtlich bestätigt worden“, sagt uns der Schäfer Ali Alnawaja. Wir rufen einen Rechtsanwalt an, um ihn über diesen Vorfall zu unterrichten und geben den Hörer dem Schäfer weiter.

Nicht die ganze Welt schaut weg

Inzwischen sind auch drei Student:innen herbeigeeilt, die seit einem Monat in Susiya leben und nun den Zwischenfall per Video dokumentiert haben. Eine junge Frau unterhält sich in fließendem Arabisch mit dem Schäfer und kennt sich hier bestens aus. Gerade hat sie an der Columbia University in New York ihre Bachelorarbeit über Allmende in Palästina geschrieben.

Traum von einer friedlichen Zukunft – Wandgemälde in Umm al Kheir; Foto © WCC-EAPPI

Ich finde ihr Engagement beeindruckend: Die jüdischen Student:innen sind Mitglieder des Center for Jewish Nonviolence (CNJV)[7]. Auf der Webseite der Gruppe heißt es: „Das Center for Jewish Nonviolence strebt nach einer Zukunft, die die volle Gleichheit und gemeinsame Menschlichkeit von Palästinensern und Israelis ehrt.“[8] Im Rahmen des Hineinu-Projekts[9] unterstützen Student*innen für jeweils drei Monate lokale Aktivist:innen und Gemeinden in Massafer Yatta dabei, Landenteignungen zu widerstehen. Sie helfen, Übergriffe von Siedlern, militärische Gewalt, Hauszerstörungen und Landbeschlagnahmungen zu dokumentieren und über diese Vorfälle zu berichten.

Es ist für mich eine große Erfahrung, als Ökumenischer Begleiter in Masafer Yatta, am Ende der Welt, eine Zusammenarbeit von Muslimen, Juden, Christen und politisch engagierten Menschen zu erleben, die sich gemeinsam für Gerechtigkeit und Frieden im Heiligen Land einsetzen.

Theodor, im März 2022

Ich nehme für pax christi – Deutsche Sektion am Ökumenischen Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) des Ökumenischen Rates der Kirchen teil. Diese Stellungnahme gibt nur meine persönlichen Ansichten wieder, die nicht unbedingt die von pax christi oder des Ökumenischen Rates der Kirchen sind.

[1] https://www.haaretz.com/israel-news/.premium-two-weeks-after-killing-palestinian-protester-israeli-driver-yet-to-be-questioned-1.10549465

[2] https://touchingphotographs.com/2022/01/20/january-18-2022-umm-al-khair-hajj-suleimans-funeral-text-david-shulman-photographs-margaret-olin/#more-9251

[3] https://peacenow.org.il/en/approvals-for-palestinians-in-area-c-2009-2020

[4] Im Arabischen heißt Gott „Allah“. In den überwiegend arabischsprachigen christlichen Gemeinden in Israel und Palästina beten die Gottesdienstbesucher auch zu „Allah“.

[5] http://www.eappi-netzwerk.de/ausharren-in-der-seam-zone/

[6] https://taayush.org/?page_id=61

[7] https://cjnv.org/about/

[8] Original: “The Center for Jewish Nonviolence strives for a future that honors the full equality and shared humanity of both Palestinians and Israelis.”

[9] https://cjnv.org/hineinu-a-sustained-solidarity-project/