Gibt es noch Hoffnung für Yanoun?

Abed in Yanoun
Abed in Yanoun

„Sie wollen unser ganzes Dorf zu einem Gefängnis machen.“, antwortet mir Abed achselzuckend auf die Frage, wie es denn nun mit seinen Schafen weitergehen wird. Was war passiert? Heute Vormittag kam ein Fahrzeug mit vier Siedlern die schmale Strasse zu unserem Dorf Yanoun hoch, stoppte vor ihm, seinen Schafen und Ziegen. Gibt es noch Hoffnung für Yanoun? weiterlesen

Verzweiflung, Solidarität, Hoffnung

Mehr als zehn Jahre Ökumenische Begleiter in Jayyous

Als  EAPPI im Jahre 2002 begonnen wurde, war das palästinensische Dorf Jayyous mit seinen damals 3000 Einwohnern eine der ersten Ortschaften, in denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Friedensdienstes ihre Arbeit aufnahmen. Ihre Aufgabe war es, Menschen in einer Situation zu begleiten, die durch den Bau der israelischen Sperranlage täglich bedrückender wurde. Verzweiflung, Solidarität, Hoffnung weiterlesen

Atef und Saleh in Salem

Zwei junge Palästinenser vor dem israelischen Militärgericht

Militärgerichtshof Salem nördlich von Jenin am 21. April 2013 um acht Uhr morgens: Vor einem Gebäudekomplex, der wie eine Festung abgesichert ist und bei dessen Anblick der Betrachter eher an ein Gefängnis als an ein Gerichtsgebäude denkt, warten etwa hundert Menschen auf Einlass. Ein Teil von ihnen hofft auf eine neue, mit einem Chip versehene Arbeitserlaubnis für Israel, die anderen hoffen auf ein günstiges Schicksal für ihren Sohn, ihren Bruder, ihren Verlobten. Atef und Saleh in Salem weiterlesen

Gefällte Bäume – israelische Siedler machen Palästinensern das Leben schwer

Ein Bericht aus Betlehem

Von israelischen Siedlern gefällte Olivenbäume in dem palästinensischen Dorf Nahhalin
Von israelischen Siedlern gefällte Olivenbäume in dem palästinensischen Dorf Nahhalin

Als Rabah Fenoon, ein palästinensischer Bauer aus Nahhalin in der Nähe von Betlehem  am Dienstagmorgen zu seinem Olivenhain geht, steht er erschüttert vor achtzig frisch gefällten Bäumen. Auf einen Schlag ist das ein Verlust von ca. 25 000 NIS, umgerechnet 5 000 Euro, für den diesjährigen Ernteausfall. Der langfristige Schaden ist viel schwerwiegender. Gefällte Bäume – israelische Siedler machen Palästinensern das Leben schwer weiterlesen

Unrecht per Gesetz

Eine Hauszerstörung in Jerusalem

Wenn Iman den Reißverschluss ihres Zimmers aufzieht und ihren Kopf durch den Stoffspalt steckt, dann erblickt sie einen Berg aus Schutt. Irgendwo darin liegt auch ihre Tür. Vor knapp zwei Monaten hatte ihr Zimmer noch eine. Doch seit das Haus der Familie Kastero in Trümmern liegt, wohnt die 18-Jährige in einem Zelt. Unrecht per Gesetz weiterlesen

Archäologie gegen Menschen

Ein Bericht aus den South Hebron Hills

Familie Nawaja in Susya
Familie Nawaja in Susya

Langsam und müde geht Muhammad Nawaja auf den Ausgang der Ausgrabungsstätte zu. Dicht hinter ihm, wie eine Drohkulisse, der Militärjeep, der ihm im Schritttempo folgt, bis er das Gelände endgültig verlassen hat. Eine absurde Szene aus dem 2010 von Dani Rosenberg und Yoav Gross gedrehten Dokumentarfilm „Susya“. Archäologie gegen Menschen weiterlesen

Aufwachsen in den besetzten palästinensischen Gebieten

Al Auja ist eine kleine Stadt im Jordantal, nördlich von Jericho. Wir besuchen dort eine Beduinenfamilie. Die Familie wurde 1948 aus En Gedi am Toten Meer vertrieben. Seit 30 Jahren wohnen sie an diesem Platz in Al Auja, aber schon dreimal wurden ihre Zelte abgerissen. Auch für das jetzige gibt es eine Abrissankündigung. Aufwachsen in den besetzten palästinensischen Gebieten weiterlesen

Frauenleben in den besetzten palästinensischen Gebieten

Die Mütterschule
Mütterschule

Es gibt einige Mütterschulen in den ländlichen Gebieten der Westbank. Was und wie viel dort passiert, hängt vom Engagement der Leiterin ab. Eher zufällig treffen wir Amal, die Leiterin der Mütterschule in Yatma. Sie ist eine kleine energische Frau. Das vielfältige Angebot ihrer Schule geht weit über die Grundbedürfnisse von Müttern und werdenden Müttern hinaus. Frauenleben in den besetzten palästinensischen Gebieten weiterlesen

Die Hunde von Eli

Auf einem holprigen Feldweg fahren wir nach Khirbet Sarra, einer Ansammlung von Häusern die zwischen den Siedlungen Schilo und Eli liegt. Es ist der ungeheuerlichste Platz, den ich bisher gesehen habe. Die Siedlungen an sich sehen beinahe aus wie deutsche Neubausiedlungen: alle Häuser sind gleich – rote Dächer, kleine Gärten. Doch um die Siedlung herum ist kein Stacheldraht wie um die meisten anderen Siedlungen, denn rund um die Siedlung Eli werden Hunde gehalten. Die Hunde von Eli weiterlesen